Forschungsinstitut Technologie und Behinderung Das Handy für alle

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Das Handy für alle

Der Referenzentwurf.

Grafik des Handys und Link zur Bildbeschreibung

Die Ausstattung.

  • Infrarot (IR) Anschluß.
    Ermöglicht drahtlose Verbindung zu unterstützenden Technologien.
    Universelle Design Eigenschaft und Massen-Markt Relevanz: Drahtlose Verbindung zu PC oder Modem.
  • Lautstärke.
    Soll Lautstärkebereich für Menschen mit Schwerhörigkeit abdecken (20dB, Zusätzlich Kompatibilität zu Hörgeräten).
    Universelle Design Eigenschaft und Massen-Markt Relevanz: Benutzung des Telefons in lauter Umgebung (Menschenmenge, U-Bahn, Flughafen, etc.).
  • Spracheingabe (optional).
    Erlaubt Menschen, die Probleme mit der Handhabung des Telefons haben, die Benutzung.
    Universelle Design Eigenschaft und Massen-Markt Relevanz: Freihändige Nutzung oder Autonutzung.
  • Anzeige (Matrix Display).
    Ermöglicht die Nutzung von Graphiken und mehrzeiligen Text-Meldungen.
    Universelle Design Eigenschaft und Massen-Markt Relevanz: SMS oder Paging.
  • Headset Anschluß.
    Ermöglicht den Anschluß von Induktionsschleifen (um den Hals), Hörhilfsgeräten, Kopfhörern und Headsets.
    Universelle Design Eigenschaft und Massen-Markt Relevanz: Headsets, freihändige Nutzung, Auto.
  • Display Taste.
    Die Display Taste ermöglicht, das Vorlesen des Namens jeder Taste, der Displayanzeige und aller Menüs des Telefons.(Nützlich bei Sehschwäche, Blindheit oder sonstigen Problemen beim Ablesen gleich aus welchen Gründen). Die gesprochenen Worte können gleichzeitig auf der Anzeige in Großschrift angezeigt werden.
    Universelle Design Eigenschaft und Massen-Markt Relevanz: Lesen kleiner, selten genutzter Tasten ohne Lesebrille. Lesen von Meldungen während des Autofahrens.
  • Gut fühlbare Tasten.
    Eine Spitze auf der Taste "5" und ein Grat über und unter den Zahlentasten erleichtert das Wählen ohne hinzuschauen. (Wegen der Tastenform mit Ecken fühlen sich alle Tasten anders an.) Die konkaven Tasten erleichtern die Benutzung eines Mundstabes oder anderer Hilfsmittel zum Wählen.
    Universelle Design Eigenschaft und Massen-Markt Relevanz: Wählen ohne auf die Tasten zu sehen (blind Wählen).
  • Verbinder.
    Keine Fummelei mit dem Stecker - er kann leicht positioniert und schon durch Berührung verbunden werden. Man kann auch eine Tastatur zur einfachen Programmierung oder zum schnelleren Erstellen von Mitteilungen anschließen.
    Universelle Design Eigenschaft und Massen-Markt Relevanz: Einfacher Anschluß von Netz und Accessoirs. Optionale Tastatur erleichtert Schreiben längerer Mitteilungen (z.B. email im Hotelzimmerl).
  • Vibrationsalarm.
    Telefonklingeln, Meldungseingang und Terminerinnerungen werden durch Vibration angezeigt. Ein Anruf etc. kann erkannt werden, wenn eine Tonanzeige nicht möglich ist (laute Umgebung, Störung anderer, etc). Dies ermöglicht auch Menschen mit Schwerhörigkeit oder Gehörlosigkeit die Annahme solcher Meldungen.
    Universelle Design Eigenschaft und Massen-Markt Relevanz: Anruferkennung in lauter Umgebung, lautlose Anruferkennung in stillen Umgebungen, z.B. auf Sitzungen, im Theater, usw).

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Andere Zugangsfunktionen des Referenz-Entwurfes:

  • Die Ein-Tasten Funktion ermöglicht die Programmierung des Telefons zur automatischen Wahl einer Nummer (oder einer kurzen Liste von Nummern) bei Drücken irgendeiner Taste. {Nützlich für Leute, denen ein Standard-Handy zu kompliziert ist oder für eine Notruffunktion für jung oder alt.} Eine Abdeckplatte, die das Telefon zum Eintastentelefon macht, sollte als Zubehör erhältlich sein. Universelle Design Eigenschaft und Massen-Markt Relevanz: Ein-Tasten Telefon mit einfachster Bedienung für Kinder oder Großeltern. Babysitterfunktion.
  • Programmierung des Telefons entweder direkt am Telefon oder über den PC oder irgendeinen Internetbrowser formulargeführt am Bildschirm. Universelle Design Eigenschaft und Massen-Markt Relevanz: Vereinfachte Programmierung der Telefonnummern, Optionen, etc.
  • Für Leute mit schlechtem Zahlengedächtnis, Wahl voreingestellter Nummern durch Schreiben des Namens mit der Tastatur. Universelle Design Eigenschaft und Massen-Markt Relevanz: Wählen durch Schreiben eines Namens.
  • Sprach-Wahl bei einzelnen Modellen. Einfache Wahl durch Sprechen des Namens. Universelle Design Eigenschaft und Massen-Markt Relevanz: Sprachwahl, Nutzung im Auto.
  • Messaging -Senden und Empfangen digitaler Mitteilungen und Textmeldungen jederzeit über das Wahlfeld oder eine Zusatztastatur möglich. Universelle Design Eigenschaft und Massen-Markt Relevanz: Senden und Empfangen von Textmeldungen.
  • Ein spezieller Funktionsmodus ermöglicht die Nutzung aller Funktionen mittels der Tasten auf der Oberseite. So kann das Telefon mit einem Stirn- oder Mundstab bedient werden.
  • Eintastenfunktion: Die Bedienung des Telefons ist in einem andern speziellen Funktionsmodus mit einer (oder drei) Taste(n) möglich. Dies erlaubt Menschen mit stark eingeschränkten Bewegungsfunktionen die Bedienung.

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Wie erfüllt dieses Design die Anforderung nach Barrierefreiheit?

AnforderungErfüllt?Wie werden Anforderungen erfülltKosten und Aufwand der Umsetzung
(a) Nutzungsmöglichkeit für blinde Menschen. Ja Taktile Tasten und Markierungen Alle Eingaben und Funktionen können durch Spracheingabe und Ausgabe erfolgen. Die für Sprachausgabe erforderliche Elektronik ist in heutigen Telefonen bereits vorhanden. Zusätzlich wird lediglich Software und ggf. ein zusätzliche Speicher benötigt (100k, mässige Kosten in zukünftigen Telefonen). Speicher ist schon in vielen heutigen Telefonen verfügbar (für digitale Sprachaufzeichnungen). - (Für eine preiswerte Lösung wird für Textmeldungen eine buchstabierte Ausgabe vorgesehen, für Menues etc. Wiedergabe einer digitalisierte Aufzeichnung. Synthetische Sprachausgabe wird sicher bald zu akzeptablen Preisen möglich sein. Sprchausgabe durch Nutzung von Netzwerkfunktionen ist ebenfalls möglich, aber hier nicht vorgesehen.)
(b) Nutzungsmöglichkeit bei Sehiderung und Hörbehinderung oder Taubheit. Ja Matrixanzeige - die Bezeichnungen aller Tasten können vor Auslösung in Großschrift angezeigt werden Viele moderne Mobiltelefone nutzen bereits Graphikdisplays. Viel ermöglichen Großschrift als Standadr oder als Benutzereinstellung.
(c) Nutzungsmöglichkeit bei Farbenblindheit. Ja Alle farbigen Tasten und Beleuchtungen können auch durch andere Merkmale, wie Form oder Beschriftung unterschieden werden. Kein Problem für die meisten heutigen Telefone. Die Nutzung von Farbe ist in der Regel bereits durch zusätzliche Beschriftung ergänzt.
(d) Nutzungsmöglichkeit bei Taubheit. Ja Vibrationsalarm. Die Tastenauslösung kann auch gefühlt werden (keine Abhängigkeit von hörbaren Tastenklicks). Visuelle Anzeige des Telefonstatus auf dem Disdplay. Vibrationsalarm ist Standard vieler Handys. Visuelle Statusanzeige ist lediglich eine Softwareangelegnheit.
(e) Nutzung bei eingeschränkter Geschicklichkeit der Hände. Ja Displaytaste - Tasten könne in 2 Schritten ausgelöst werden - Drücken der gewünschten Taste und Bestätigen mit der Display Taste; konkave Tasten sind einfach zu Drücken; Eintasten Modus möglich; Verbindung zu externem Tastenfeld möglich. Nur Software nötig für Bestätigung und Eintastenzugang. (Weniger als 2k Speicherplatz). Konkave Tasten kosten nicht mehr als andere Formen. Tastaturanschluß über den Infrarotport oder den Verbinder am Fuß (Basierend auf ANSI/TIA/EIA-688 Industriestandard).
(f) Nutzbarkeit bei eingeschränkter Reichweite und Kraft. Ja Tasten leich zu drücken; Eintasten-Modus. Optionales Freisprechen ist für Leute einfacher, die das Telefon nicht zum Ohr führen können ; Sprachwahl ist für manche schneller. Leichter Tastendruck ist Standard. Freisprechen und Sprachwahl sind zunehmend üblich. (Beides ist in diesem Entwurf aber nicht unbedingt erforderlich).
(g) Nutzbarkeit ohne zeitkritische Bedienungen. Ja Zeitgrenzen können im Set-Up eingestellt werden. Menu Option. (Einfach in der Software integrierbar).
(h) Nutzungsmöglichkeit für Nichtsprechende. Ja Kommunikation über Textmeldungen möglich. Textbasierte Kommunikation ist Standard (SMS).
(i) Nutzungsmöglichkeit bei eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten. Ja Alle Functionen über Sprachausgabe zugänglich; Eintasten-Wahl zu voreingestllter Nummer/ optionale Abdeckplatte; Infrarot Port - ermöglicht schrittweise Programmierung durch computergestützte, vereinfachte Bedienschnittstellen.
  • Sprachausgabe (s.o)
  • Eintastenwahl einer vorgegenbenen Nummer ist Software.
  • Optionelle Abdeckplatte ist extra Zubehör.
  • IR Port ist Standard vieler Handys.

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AnforderungErfüllt?Wie werden Anforderungen erfülltKosten und Aufwand der Umsetzung
(a) Verfügbarkeit visueller Information. Ja Alle Funktionen und angezeigten Texte können über Sprachausgabe abgehört werden. s.o.
(b) Verfügbarkeit visueller Information für sehbehinderte Benutzer. Ja Matrixanzeige: - alle Functionen und Mitteilungen können in Großschrift angezeigt werden. geringfügige Softwareerweiterung
(c) Zugang zu veränderlichen Texten. Ja Pfeiltasten - der Text kann mittels der Pfeiltasten gestoppt oder gescannt werden - Konfiguration im Set-Up. Option im Set-Up
(d) Verfügbarkeit akustischer Information. Ja Klingeltöne werden am Display angezeigt bzw. über Vibrationsalarm.  
(e) Verfügbarkeit akustischer Information für hörbehinderte Benutzer. Ja Entsprechende Lautstärke einstellbar.  
(f) vermeidung von visuell induzierten Krampfanfällen. Ja Blinckende Lichter nur in akzeptablen Blinckfrequenzen. Kein Problem. Oft Standard.
(g) Hörerstummschaltung. Ja Durch Einstecken des Headsets. Standard.
(h) Keine Interferenzen mit Hörgeräten. Ja über ANSI C63 Standard Gruppe. Bereits von der Industrie in USA angegangen.
(i) Inductionsschleife. Ja Hörgeräte - Induktions - Kompatibilität (t-coil). In vielen Telefonen auf dem USA Markt bereits gängig.

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Kompatibilität

AnforderungErfüllt?Wie werden Anforderungen erfülltKosten und Aufwand der Umsetzung
(a) Externer elektronischer Zugang zu allen Informationen und Bedienelementen. Ja über Infrarot Port. Bereits in vielen Handys vorhanden. Lediglich das entsprechende Software-Protokoll muß hinzugefügt werden.
(b) Anschluß für externe Geräte zur Verarbeitung von Audiosignalen. Ja über Standard-Anschluß für Headset. Standard Hardware.
(c) Kompatibilität mit prothetischen Hilfen. Ja Tasten benötigen keine Berührung mit menschlichem Körper. Konkave Tasten erleichtern die Auslösung. Kein Problem.

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*Dieser Referenzentwurf wurde aus dem amerikanischen übersetzt und angepasst. Er basiert auf einer Arbeit des TRACE Center, die von NIDRR, USA Bildungsministerium, finanziert wurde. Die Übersetzung erfolgte am FTB.

Letzte Aktualisierung am 05.01.2016