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Projekt ACTIVE

Das FTB ist bereits seit einigen Jahren u.a. mit der Thematik "Telearbeit/ Teleservice" befaßt, um dazu beizutragen, die Chancen, die diese innovative Beschäftigungsform in besonderer Weise körperbehinderten Menschen bietet, zu nutzen.

So wurden beispielsweise im Rahmen der EU-Studie AVISE (TIDE -Programm) rechtliche, organisatorische, betriebliche und technische Aspekte der Telearbeit analysiert. Die Haltung regionaler Industrieunternehmen bezüglich Telearbeit ist in einer HELIOS-Studie untersucht worden. Im Projekt COBRA wurden Computer-Bedienelemente zur Nutzung von multimedialen Teleinformationsdiensten zusammengestellt und mit behinderten Anwendern getestet.

Als wesentlicher Bestandteil des nationalen Forschungsprojektes TEDIS wurde ein Feldversuch über Teleheimarbeit durchgeführt. In Kooperation mit dem Berufsbildungswerk unserer Stiftung ist eine berufsausbildungsbegleitende Zusatzqualifikation zum Telearbeiter für körperbehinderte Jugendliche im Rahmen des HORIZON-Projektes EXPERTISE vermittelt worden. Zur Fortführung dieser Aktivitäten ist das FTB z.Zt. an dem Projekt ACTIVE (Access to Teleactivities for Promoting Employment) innerhalb des Programmes LEONARDO DA VINCI beteiligt. Dieses Projekt ist vor dem Hintergrund zu sehen, daß, im Zuge der rasanten Entwicklung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik, berufliche "Teleaktivitäten" wie Telearbeit, Telekooperation, Teleservice usw. immer stärker an Bedeutung gewinnen. Es entstehen zunehmend neue Arbeitsplätze mit neuartigen Berufsbildern in flexiblen und innovativen Beschäftigungsformen. Hier setzt ACTIVE an und zielt darauf ab, durch die Vermittlung adäquater Zusatzqualifikationen den Anforderungen dieser "Teleaktivitäten" gerecht zu werden, um somit die Beschäftigungsmöglichkeiten für bisher vom Arbeitsmarkt ausgeschlossene (körperbehinderte) Menschen zu fördern.

Die Laufzeit des Projektes beträgt 2 Jahre. Direkte Projektpartner des FTB sind zwei renommierte, im Bereich "Telearbeit/ Teleservice" kompetente, europäische Einrichtungen. Außerdem arbeitet das FTB hier bereits mit einem bundesweit tätigen Rechenzentrum zusammen, das den engen Bezug zur Praxis herstellt. Darüber hinaus wird eine namhafte Bildungseinrichtung mitwirken und ihr spezielles Know-how einbringen.

Im Rahmen dieses Projektes soll ein auf die besonderen Bedürfnisse körperbehinderter Menschen zugeschnittener Lehrgang zur Fortbildung zum "Call Center Agent" entwickelt werden. Diese Qualifikation zur Mitarbeit im Telefonservice vermittelt u.a. folgende Inhalte: Grundlagen der Informationsverarbeitung, Einführung in Aufbau und Funktionsweise eines Call Centers, kundenorientierte Kommunikation, kaufmännische Grundlagen, Training on the Job.

Basierend auf der Evaluation eines Pilotkurses (ca. 3 bis 5 körperbehinderte Teilnehmer) wird die Qualifizierungsmaßnahme gegebenenfalls organisatorisch und inhaltlich modifiziert. Angestrebt wird die Etablierung des Lehrganges an weiteren Bildungseinrichtungen.

Kontaktadresse:

Forschungsinstitut Technologie und Behinderung
Dipl. Ing. Wolfgang Schmitz
Grundschötteler Str. 40, 58300 Wetter/ Ruhr
Tel. 0 23 35/ 96 81-31, Fax 0 23 35/ 96 81-19
ws@ftb-esv.de

Letzte Aktualisierung am 02.04.2008